Moin,
mein Name ist Mariam und ich komme aus Ghana. Ich bin 40 Jahre alt und lebe seit 2003 mit meinem Ehemann in Deutschland. Aktuell mache ich eine Ausbildung zur Pflegeassistentin beim RBZ in Kiel.
Die größte Herausforderung war die Sprache. Es ist so schwer, wenn man andere Menschen nicht versteht. Auch Rassismus ist ein Problem. Ich habe schon das ein oder andere Mal persönlich damit Erfahrungen machen müssen, da ich eine afrikanische Frau mit Kopftuch bin.
Kontakte aufbauen hat mir sehr geholfen, mich in das System zu integrieren. Darüber hinaus waren die Deutschkurse sehr wichtig. Auch mein Mann unterstützt mich viel.
Ich möchte ein Tipp an alle geben, die neu nach Deutschland kommen: Lasst euch am Anfang nicht unterkriegen. Auch wenn euch manche Menschen komisch anschauen, kommt trotzdem mit Deutschen in Kontakt. Das ist die beste Möglichkeit, Deutsch zu lernen und sich zu integrieren. Und übt direkt von Anfang an die Sprache.
Deutsche können Geflüchtete gut beim Sprachelernen helfen, indem sie auf Ausländer zu gehen und den Kontakt suchen. In den persönlichen Begegnungen kann dann gerne ein Austausch über die Kulturen erfolgen. Sie können auch bei der Informationsgewinnung und Recherche unterstützen.
Es gibt viele Unterschiede zwischen den Kulturen. Besonders der Umgang von jungen Menschen zu älteren ist in Ghana distanzierter und vielleicht mit mehr Respekt verbunden als in Deutschland. Auch das Essen war eine große Umstellung.
Ich habe sehr schöne Erfahrungen in Deutschland gemacht. Besonders viele freundliche Menschen machen das Leben hier lebenswert und haben mir sehr geholfen. Dafür möchte ich mich sehr bedanken.
Habt keine Angst und stellt Fragen, wenn ihr etwas nicht versteht. Seid offen, dann bekommt ihr auch Hilfe.