Moin,
mein Name ist Younes, ich komme aus Syrien und bin seit 6 Jahren in Deutschland. Nachdem ich Deutsch gelernt habe, absolvierte ich ein Freiwilliges Soziales Jahr. Heute arbeite ich als sozialpädagogische Fachkraft bei einer sozialen Einrichtung in Kiel und engagiere mich nebenbei ehrenamtlich im sozialen Bereich.
Die größte Schwierigkeit für mich in Deutschland war die Sprache. Sie ist gerade am Anfang sehr kompliziert.
Am meisten geholfen hat mir aber die Community. Ich meine damit nicht in erster Linie Hilfsorganisationen, sondern meine Familie und Freunde. Von Anfang an habe ich in einer „deutschen Wohngemeinschaft“ gelebt, die sehr engagiert ist in der Flüchtlingshilfe. Das war sehr hilfreich für den Kontakt zu Deutschen und zum Erlernen der Sprache.
Am Anfang war es sehr komisch für mich, dass Deutsche in der Regel in einem Restaurant oder Café getrennt voneinander bezahlen. In meiner Heimat läuft das anders.
Wenn man neu nach Deutschland kommt, sollte man geduldig und willensstark sein. Der Anfang ist echt schwierig. Und vor allem sollte man die Sprache schnellstmöglich lernen. Es ist ein langer Weg, aber es lohnt sich!
Das möchte ich allen Menschen sagen, die Geflüchteten gern helfen möchten: Sprecht bitte auf Augenhöhe mit uns.
Meine schönste Erfahrung hier in Deutschland war die Zeit in meiner WG. Meine Mitbewohner sind zu meinen Freunden geworden. Alle waren so nett zu mir und hilfsbereit. Das freut mich sehr.